„Kann ich das zusammen nehmen?“
Das ist die Frage, die wir am häufigsten hören. Manchmal ist sie in zwei Minuten beantwortet. Manchmal braucht sie einen Termin, Ihre Packungen auf dem Tisch und eine halbe Stunde Zeit. Beides gibt es bei uns.
Warum diese Frage schwerer ist, als sie klingt
Wer mehrere Arzneimittel nimmt, bekommt sie selten von einer Stelle. Der Hausarzt verordnet das eine, der Facharzt das andere. Dazu kommt, was Sie selbst gekauft haben: Schmerzmittel, Magentabletten, Magnesium, ein pflanzliches Mittel für den Schlaf.
Jede dieser Entscheidungen ist für sich sinnvoll. Zusammen entsteht daraus eine Kombination, die niemand geplant hat. Und die Praxis, die Ihnen etwas verordnet, sieht die frei verkäuflichen Mittel meist nicht.
In der Apotheke laufen beide Seiten zusammen. Wir sehen Ihre Verordnungen und wir sehen, was Sie zusätzlich kaufen. Das ist der Grund, warum diese Frage hier besser beantwortet werden kann als an jeder anderen Stelle.
Die kurze Frage und das längere Gespräch
Dort klären wir alles, was schnell geht. Ob zwei Präparate zusammenpassen, wie oft Sie etwas nehmen dürfen, ob ein Mittel zu Ihrer Dauermedikation passt. Dafür brauchen Sie keinen Termin und keine Anmeldung. Fragen Sie einfach.
Dabei gehen wir Ihre gesamte Medikation durch. Alle Verordnungen, alles, was Sie zusätzlich nehmen, und wie Sie es tatsächlich einnehmen. Dafür setzen wir uns hin und nehmen uns rund eine halbe Stunde. Sinnvoll ist das ab etwa fünf Arzneimitteln oder wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht passt.
Beratungstermin anfragenSo läuft ein Termin ab
Was Sie mitbringen
Alles, was Sie einnehmen, am einfachsten in einer Tüte, so wie es bei Ihnen im Schrank steht. Auch Tropfen, Salben, Vitamine und Nahrungsergänzung. Gerade die werden oft vergessen, obwohl sie häufig der Grund für eine Wechselwirkung sind. Eine vollständige Liste reicht auch.
Warum die meisten es trotzdem nicht machen
Drei Gründe hören wir immer wieder, und alle drei lassen sich schnell aus dem Weg räumen.
Für gesetzlich Versicherte mit fünf oder mehr verordneten Arzneimitteln übernimmt die Krankenkasse dieses Gespräch. Sie zahlen nichts dazu.
Angabe zur Abrechnung als pharmazeutische Dienstleistung erst nach fachlicher Freigabe verwenden, weil die Voraussetzungen genau eingehalten werden müssen.„Dann sieht es aus, als würde ich meinem Arzt misstrauen.“Das Gegenteil ist der Fall. Wir prüfen die Kombination, nicht die Entscheidung Ihres Arztes. Verordnungen ändern wir nicht. Wenn uns etwas auffällt, entscheiden Sie, ob wir mit der Praxis sprechen oder ob Sie es beim nächsten Termin selbst ansprechen.
„Ich will Ihnen nicht die Zeit stehlen.“Deshalb machen wir einen Termin und legen ihn auf eine Zeit, in der bei uns weniger Betrieb ist. Dann sitzen wir nicht zwischen zwei Kunden am Handverkauf.
Pflanzlich heißt nicht harmlos
Viele Kunden fragen uns, was sie neben ihrer verordneten Therapie noch tun können. Manche möchten ausdrücklich etwas Pflanzliches. Andere haben zu Hause schon drei Präparate stehen, von denen sie nicht wissen, ob sie etwas bringen.
Wir beraten Sie dazu und sagen Ihnen ehrlich, wo wir eine Wirkung erwarten und wo nicht. Ein pflanzliches Mittel kann eine sinnvolle Ergänzung sein. Eine verordnete Therapie ersetzt es nicht, und wir behaupten das auch nicht, um etwas zu verkaufen.
Johanniskraut beschleunigt den Abbau zahlreicher Wirkstoffe in der Leber. Dadurch wirken manche Arzneimittel schwächer als vorgesehen, darunter Blutverdünner und die Pille.
Sagen Sie uns vor dem Kauf, welche Arzneimittel Sie sonst nehmen. Bei einer bestehenden Dauermedikation prüfen wir das immer zuerst.Werden Magnesium oder Calcium zur gleichen Zeit wie bestimmte Tabletten eingenommen, können sie sich im Magen binden. Die Tablette wird dann schlechter aufgenommen, ohne dass Sie das bemerken.
Meist genügt ein zeitlicher Abstand von ein bis zwei Stunden. Wir sagen Ihnen den genauen Abstand für Ihr Präparat.Auch dafür sind wir da
Darf ich die Tablette teilen?
Manche Tabletten darf man teilen, andere verlieren dadurch ihre Wirkung oder wirken alle auf einmal. Wenn Schlucken schwerfällt, suchen wir nach einer Form, die geht: Tropfen, Saft, Schmelztablette oder eine andere Stärke, die Sie nicht teilen müssen.
Anwendung, die man selten erklärt bekommt
Augentropfen, Zäpfchen, Schmerzpflaster, Nasenspray, Salben mit Wirkstoff. Bei allen entscheidet die richtige Anwendung darüber, ob sie wirken. Wir zeigen es Ihnen, und bei Bedarf üben Sie es hier.
Ich habe ein Antibiotikum bekommen
Wir sagen Ihnen, worauf es bei der Einnahme ankommt, was Sie nicht zur gleichen Zeit einnehmen sollten und warum die Packung zu Ende genommen wird, auch wenn es Ihnen früher besser geht.
Ich nehme seit Wochen Schmerzmittel
Frei verkäufliche Schmerzmittel sind für kurze Zeiträume gedacht. Wenn Sie sie länger brauchen, schauen wir gemeinsam, was dahinterstecken könnte, und sagen Ihnen, wann Sie das in der Praxis abklären lassen sollten.
Mein Kind ist krank
Bei Kindern hängt die Dosierung am Gewicht, nicht am Alter. Wir rechnen es mit Ihnen aus und sagen Ihnen, ab wann ein Kind zum Arzt gehört und nicht in die Apotheke.
Reicht das ohne Arzt?
Nicht jede Beschwerde braucht einen Termin. Manche schon. Wir sagen Ihnen offen, wenn wir denken, dass Sie besser in die Praxis gehen sollten, auch wenn wir Ihnen dann nichts verkaufen.
Was wir nicht machen
Wer sich das anschaut
Die längeren Gespräche führen bei uns Kollegen mit einer zusätzlichen Ausbildung für Arzneimitteltherapiesicherheit. Dabei geht es genau um diese Arbeit: das Zusammenspiel mehrerer Wirkstoffe systematisch prüfen und das Ergebnis so weitergeben, dass Sie damit etwas anfangen können.
Beratungstermin anfragen
Wir rufen Sie zurück und stimmen eine Zeit ab, in der bei uns weniger Betrieb ist.
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